Immer wieder wird behauptet, die Personenfreizügigkeit sei der Grund für wirtschaftliches Wachstum. Diese Aussage trifft nicht zu. Wenn schon führt ein Wirtschaftswachstum zu Arbeitsplätzen und höherer Beschäftigung. Wenn man die Entwicklung der letzten 20 Jahre jedoch beobachtet, so stimmt auch dies nur sehr bedingt.

So wurden laut Bundesamt für Statistik zwischen Ende 2008 und Ende 2012 im Gesundheits- und Sozialwesen 41‘683 neue Stellen kreiert, in der öffentlichen Verwaltung knapp 18‘000 und in Erziehung und Schulen rund 10‘000. Das sind alles Bereiche, die Kosten verursachen. Gleichzeitig sind in der Industrie über 22‘000 produktive Stellen verschwunden.

Auch über die letzten zehn Jahre betrachtet nahm der Bereich der öffentlichen Verwaltung, Erziehung und Unterricht sowie Gesundheits- und Sozialwesen (ÖGSB) überproportional stark zu. Auch die Baubranche hat sich stark entwickelt, dies ist hauptsächlich auf die durch die Zuwanderung gesteigerte Bautätigkeit zurückzuführen.

Hier können Sie das Argumentarium der Volksinitiative gegen Masseneinwanderung herunter laden und ausdrucken:

>> Argumentarium

Kaum Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum pro Kopf

Die mit der Personenfreizügigkeit verknüpfte Einwanderung von ausländischen Arbeitskräften wird einerseits mit einem Mangel an Fachkräften begründet, andererseits wird von den Befürwortern der Personenfreizügigkeit immer wieder behauptet, die Einwanderung wirke sich positiv auf das Wirtschaftswachstum aus. Ist das wirklich zutreffend?

Eine im Auftrag des BFM von der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich erstellte Studie aus dem Jahr 2012 ging genau dieser Frage nach und kommt zum Schluss, dass sich die Einwanderung zwar substanziell auf das BIP (weil mehr Leute auch mehr produzieren und konsumieren) ausgewirkt hat, die Auswirkungen auf das Durchschnittseinkommen – wenn mit dem BIP pro Kopf gemessen – waren jedoch äusserst gering.

Die Studie bestätigt damit die Ergebnisse von zwei vorangegangenen Forschungsarbeiten, welche die Effekte der Personenfreizügigkeit auf die Entwicklung des BIP pro Kopf untersucht haben. Auch diese Studien kommen zum Schluss, dass das Freizügigkeitsabkommen nur einen kleinen Effekt auf das Wachstum des BIP pro Kopf gehabt hat. Die langfristigen Auswirkungen auf die Wachstumsrate untersuchen die Studien nicht. Pro Kopf entwickelt sich das Wachstum des BIP also kaum anders als vor der Personenfreizügigkeit.