Trotz Bundesrat - die Schweiz ist (noch) attraktiv

Kaum jemand hätte Anfang der 90er-Jahre zu prognostizieren gewagt, dass der Schweiz das Abstandhalten zu EWR und EU dermassen zum Vorteil gereichen würde. Arbeitslosigkeit, Steuern, Zinsen, öffentliche Haushalte, wirtschaftliche und politische Stabilität – egal welchen Faktor man betrachtet: Die Schweiz schneidet durchwegs besser ab, als die Staaten der EU. Die Website www.wohin-auswandern.de führt die Schweiz regelmässig als Nummer eins unter den Ausreiseländern.

Die Schweiz ist eines der weltoffensten Länder überhaupt. Sie gehört zu den europäischen Ländern mit rekordhohem Ausländeranteil. Dieser beträgt gegenwärtig 23 Prozent. Wobei zu berücksichtigen ist, dass die Zahl der Einbürgerungen seit der EWR-Abstimmung kontinuierlich um fast 250 Prozent auf 35'056 pro Jahr angestiegen ist, was der Einwohnerzahl der Stadt Schaffhausen entspricht.

Auch die Zuwanderung erreicht fast jährlich neue Rekordwerte. Im vergangenen Jahr liessen sich 150'000 Personen in der Schweiz nieder. Zum Vergleich: Die Stadt Basel hat etwas über 160'000 Einwohner. Die Zahl der Auswanderer erreicht bei Weitem nicht einmal die Hälfte dieses Wertes. Schliesslich gehört in diesem Zusammenhang erwähnt, dass die Schweiz „zur Förderung der freiwilligen und pflichtgemässen Rückkehr von asylsuchenden Personen“ weit über 10 Millionen Franken für „Rückkehrhilfe“ aufwendet. Wir zahlen also, damit Menschen gehen. Dafür kommen jene, die kommen, gratis.

Gratis? Nicht ganz. Zumindest nicht alle Zuwanderer kommen hierher, um zur Förderung der allgemeinen Wohlfahrt beizutragen. Viele kommen auch, um vom Schweizer Wohlfahrtsstaat zu profitieren, wie ein Blick auf diese Zahlen belegt:

Arbeitslosenquote (Juni 2013)

Total: 2.9%
Ausländer/-innen: 5.5%
Schweizer/-innen: 2.1%

E-Mail Newsletter vom 26. Juli 2013