Das Märchen der steigenden Auswanderung

Noch vor wenigen Wochen war in allen Medien zu lesen und zu hören, dass die Auswanderung massiv zugenommen hätte und die Zuwanderung zurückgegangen sei. Insbesondere die Deutschen zöge es in Massen in ihre Heimat zurück. Die diese Woche veröffentlichte Ausländerstatistik Ende August 2013 des BFM entlarvt diese Medienberichte als behördliche Vorkampagne zur Abstimmung über die Volksinitiative „Gegen Masseneinwanderung", welche am 9. Februar 2014 zur Abstimmung kommt. Kein Wunder, wurde die neue Statistik auch kaum von den Medien aufgenommen.

Um dies zu belegen, reicht es die Zahlen anzuschauen:

8'071 Deutsche lebten Ende August 2013 mehr in der Schweiz als Ende August 2012. Von massiver Auswanderung kann also keine Rede sein.

83'871 Ausländer sind von September 2012 bis August 2013 in die Schweiz mehr ein- als ausgewandert (in der Vorjahresperiode waren es noch 78'378 Nettoeinwanderer). Dies entspricht der Einwohnerzahl der Stadt Luzern, die in einem Jahr zusätzlich in die Schweiz eingewandert ist.

1'864'699 Ausländer lebten Ende August 2013 in der Schweiz, was mehr Menschen sind, als in der gesamten französischsprachigen Schweiz wohnen.

3.3% mehr Ausländer wohnten Ende August 2013 in der Schweiz als Ende August 2012, was die grösste Zunahme seit dem Rekordjahr 2008 ist.

65.7% haben die erteilten L-Bewilligungen (Kurzaufenthalt bis 12 Monate) an Bürger aus den EU-Oststaaten (EU-8) zugenommen, da die B-Bewilligungen (Aufenthalt über 12 Monate) durch die Ventilklausel beschränkt wurden.

5.5% der Ausländer waren Ende August 2013 arbeitslos, Ende August 2012 waren es noch 4.9% (die Erwerbslosenquote der Ausländer beträgt sogar 7.9%).

12'874 Portugiesen lebten Ende August 2013 mehr in der Schweiz als noch Ende August 2012. Dies obwohl rund 9% der Portugiesen in der Schweiz im 2. Quartal 2013 erwerbslos waren.

Die neuen Zahlen zeigen klar:

Die Ventilklausel, welche der Bundesrat erst 2012 auf die EU-8 und 2013 auf die gesamte EU angerufen hat, ist völlig wirkungslos. Die Zuwanderung verlagert sich einfach auf die nicht beschränkten Kurzaufenthaltsbewilligungen. Im Schnitt nimmt die Zuwanderung aber nicht ab, sondern weiter zu.

Die angebliche Abwanderung der Deutschen ist reine Propaganda gegen die Masseneinwanderungsinitiative. Die Zahl der Deutschen in der Schweiz nimmt weiter zu.

Die ausländische Bevölkerung und damit auch die Gesamtbevölkerung der Schweiz nehmen weiter rasant zu. Damit nimmt auch der Druck auf die Infrastrukturen und Ressourcen weiter zu.

Die Wirtschaft holt lieber masslos neue Arbeitskräfte ins Land statt arbeitslose Schweizer oder Ausländer zu beschäftigen. Die arbeitslosen Ausländer, insbesondere die weniger qualifizierten, bleiben schliesslich in den grosszügigen Schweizer Sozialwerken hängen und reisen nicht in ihre Heimat zurück.

Die Volksinitiative „Gegen Masseneinwanderung" ist wichtiger denn je, damit die Schweiz die Zuwanderung wieder auf ein massvolles Niveau begrenzen kann.

E-Mail Newsletter vom 24. Oktober 2013